Informationen zu Impfungen & Gesundheit in Usbekistan

Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zu Impfungen und gesundheitlichen Maßnahmen für Usbekistan zusammengestellt. Beachten Sie bitte, dass wir darüber hinaus die Beratung durch einen Reisemediziner empfehlen.

Usbekistan: Keine vorgeschriebenen Impfungen

Bei der Einreise nach Usbekistan sind grundsätzlich keine Impfungen notwendig. Allerdings werden einige Impfungen dennoch von Reisemedizinern empfohlen. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung). Des Weiteren wird zu Impfungen gegen Masern, Mumps, und Röteln (MMR), Influenza (Grippe) und Pneumokokken geraten. Viele von diesen Impfungen erhält man bereits als Kind und einige sind viele Jahre aktiv. Hier lohnt sich ein Blick in den Impfpass oder ein Gespräch mit dem Hausarzt. Grundsätzlich ist eine Hepatitis A-Impfung eine sinnvolle gesundheitliche Maßnahme für Reisende, die generell häufig unterwegs sind, denn Hepatitis A kommt in den meisten Regionen der Erde vor. Möglich ist auch eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Nach mindestens drei Impf-Dosen entsteht ein Langzeitschutz, der unter Umständen nach ca. 10 Jahren nochmals aufgefrischt werden sollte. Bei Personen mit erhöhten Infektionsrisiko und Langzeitaufenthalten empfehlen sich ebenfalls Impfungen gegen Typhus und Tollwut. Tollwut wird meist durch den Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen. Streunende Hunde und andere Tiere bergen in Usbekistan das Risiko einer Tollwutinfektion. Oftmals ist die gesundheitliche Infrastruktur zu schlecht, um unmittelbar nach einer Bissverletzung eine notwendige Impfung zu erhalten. Die präventive Impfung schützt jedoch nicht vor der Krankheit. Das Erkrankungsrisiko ist lediglich geringer und im Falle einer Infizierung sind weniger Impfungen nötig.

Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit kann gefährliche Funktionsstörungen von Lunge und Gehirn verursachen. Diese Krankheit tritt oft durch zu schnelle Aufstiege in große Höhen auf und kann gefährlich werden, wenn man die Symptome missachtet und sich überanstrengt. Junge und auch trainierte Personen sind genauso gefährdet wie ältere und schwächere. Lungen- und Herzkrankheiten können das Risiko auf eine Höhenkrankheit vergrößern. Extreme Wetterbedingungen wie starke Sonneneinstrahlung, extreme Kälte, Niederschlag oder Schneefall bergen ein zusätzliches Risiko. Sollten Sie Symptome einer Höhenkrankheit feststellen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Appetitverlust, Atemnot), hilft nur der Abstieg. Normalerweise verschwinden die Symptome sehr schnell nachdem man tiefer gelegene Regionen erreicht hat. Wenn Sie planen, sich in Regionen über 2500m aufzuhalten, kann es sinnvoll sein, ein Medikament in der Reiseapotheke zu haben. Dieses wird einen Tag vor dem Aufstieg sowie während des Aufenthaltes eingenommen. Hierzu empfiehlt sich eine ausführliche Beratung durch einen Arzt. Unternehmen Sie als unerfahrener Wanderer keine eigenständigen Wanderungen in zu großer Höhe und vermeiden Sie vor allem Täler, aus denen Sie nur über noch größere Höhen wieder herauskommen.

Malaria-Risiko in Usbekistan von Juni bis Oktober

Ein Malaria-Risiko besteht ausschließlich in den Sommer Monaten Juni bis Oktober in den südlichen Landesteilen Usbekistans. Oberhalb von ca. 2000 Metern kann man eine Erkrankung an Malaria ausschließen. Es ist also abhängig von Ihren Reiseplänen, ob eine medikamentöse Prophylaxe für Ihren Usbekistan-Aufenthalt sinnvoll ist. Dies besprechen Sie am besten mit Ihrem Reisemediziner. Die in Usbekistan auftretende Malaria Tertiana ist im Allgemeinen nicht lebensbedrohlich. Malaria Symptome sind oftmals nicht von denen einer Grippe oder ähnlichen Krankheiten zu unterscheiden. Suchen Sie also im Zweifelsfall einen Arzt auf. Malaria wird von Stechmücken übertragen, vor allem während der Dämmerung und Nachtzeit. Sinnvolle Präventionsmaßnahmen sind:

  • Lange, gegen Insekten imprägnierte Kleidung
  • Sorgfältiges Auftragen von Mückenspray
  • Moskitonetze über dem Schlafplatz

Ein sorgfältiger Schutz vor Moskitostichen reduziert die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erheblich!

Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen können in Usbekistan das ganze Jahr auftreten. Diese lassen sich meist durch hygienische Präventionsmaßnahmen vermeiden. Trinken Sie Wasser nur aus versiegelten Flaschen, waschen Sie regelmäßig Ihre Hände und nutzen Sie Desinfektionsmittel und reinigen Sie Lebensmittel vor dem Verzehr mit Trinkwasser. Sollten Sie dennoch an Durchfall erkranken, ist es sinnvoll ein Medikament in der Reiseapotheke zu haben und vor allem viel zu trinken. Wenn die Beschwerden länger als 2 Tage anhalten, suchen Sie einen Arzt auf.

Checkliste: To Do‘s vor der Abreise

Für Ihren Aufenthalt in Usbekistan finden Sie nachfolgend eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Punkten, die Sie vor Ihrer Abreise überprüfen sollten:

• Impfungen überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt?
• regelmäßig einzunehmende Medikamente besorgt?
• Beipackzettel vorhanden (für die Zollkontrolle)?
• persönliche Reiseapotheke zusammengestellt?
• Hand-Desinfektionsmittel besorgt?

Nach der Reise

Wenn nach der Reise Krankheitssymptome in jeglicher Form auftreten, informieren Sie unbedingt Ihren Arzt über Ihren Aufenthalt in Usbekistan.